Es gibt nichts Besseres als einen heißen Tee, um den Körper und die Seele in den kalten Tagen zu wärmen. Noch besser ist es natürlich, wenn der Tee, den man trinkt, ein natürliches Antihistaminikum ist. Und es wurde in der Tat nachgewiesen, dass bestimmte Tees die Histaminfreisetzung im Körper hemmen [1], was eine positive Nachricht für Menschen mit Histaminintoleranz, aber auch mit Typ I Allergien ist.

Wir geben dir heute eine Übersicht zu leckeren Tees, die du mit Histaminintoleranz genießen kannst und die dir sogar bei deiner Intoleranz und deinen Symptomen helfen.

Lorbeerblättertee

Bereits die Römer und Griechen haben Lorbeer als Heilpflanze verwendet. Lorbeerblätter besitzen vor allem antibakterielle, schleimlösende und verdauungsfördernde Eigenschaften. Die Blätter sollen Probleme mit dem Magen und der Blase gelindert haben.

Auch heute wird Lorbeer noch häufig bei Verdauungsproblemen eingesetzt.

Außerdem kann das Trinken von Lorbeerblatt-Tee dabei helfen, Schmerzen wie Verstauchungen, Gelenkschmerzen oder sogar Arthritis zu lindern. Eine Studie zeigt auch, dass es hilft, Diabetes zu bekämpfen. [2]


Kamillentee

Kamillentee kann dabei helfen, nachts besser einzuschlafen. Doch das ist nicht das einzige, was Kamillentee für dich tun kann: Eine Studie aus dem Jahr 2011 hat eine starke Verbindung zwischen Kamille und gehemmter Histaminausschüttung gefunden [3].

Die Kamille wirkt beruhigend auf den Verdauungstrakt und ist krampflösend und kann deshalb bei Menstruationsschmerzen helfen. Sie reduziert Entzündungen und einige Studien haben herausgefunden, dass Kamillentee den Blutzucker bei Menschen mit Diabetes senken kann. [4]


Ingwertee

Ingwer ist ein bekannter Mastzellstabilisator. Er wird oft als H2-Histamin-Blocker bei Verdauungsstörungen und überschüssiger Magensäure eingesetzt, ist also sehr beruhigend für den Magen. Er ist auch entzündungshemmend und hat einen potentiellen positiven Effekt bei der Krebsvorsorge [5].

Es wird angenommen, dass die Antioxidantien in Ingwer helfen können, die Immunität zu stärken [5] und Stress zu reduzieren. Das Einatmen des Dampfes von Ingwertee kann auch helfen, verstopfte Nasen und andere Atemprobleme durch Erkältung oder Umweltallergien zu lindern.


Hibiskustee

Hibiskus ist reich an Quercetin und Kaempferol, die die Mastzellen unterstützen und damit die Histaminfreisetzung hemmen können.

Einige Studien zeigen, dass Hibiskustee dabei helfen kann, sowohl den systolischen als auch den diastolischen Blutdruckzu senken [6,7]. Andere Studien zeigen, dass Hibiskustee den Cholesterinspiegel senken kann - ein weiterer Risikofaktor für Herzerkrankungen [8].


Moringa-Tee

Moringa ist auch reich an dem Bioflavonoid Kaempferol, das in Studien gezeigt hat, dass es die Histaminfreisetzung aus Mastzellen verhindert. Moringa-Tee kommt oft in Form eines Pulvers aus den gemahlenen Blättern. Auch Moringa zählt zu den Antihistaminika [9].

Die Blätter des Moringabaums enthalten auch mehrere Verbindungen, die chronische Krankheiten abwehren können. Zu diesen Substanzen gehören Polyphenole, Gerbstoffe, Saponine und andere. Neben der Bekämpfung von Herzerkrankungen, Leberschäden und Diabetes, bekämpfen diese Verbindungen auch chronische Entzündungen. [10]


Olivenblättertee

Olivenblätter sind Antioxidantien und bekannt für ihre entzündungshemmenden Eigenschaften. Es wurde zudem in vielfachen Studien gezeigt, dass sie positive Effekte bei Bluthochdruck, zu hohem Cholesterinspiegel und Tumoren haben. Sie können außerdem einen positiven Beitrag zur Senkung des Blutzuckerspiegels leisten. Auch Olivenblätter enthalten sekundäre Pflanzenstoffe, welche die Histaminfreisetzung hemmen können. Dazu zählen unter anderem die Flavonoide Luteolin und Rutin sowie Oleuropein. [14]


Pfefferminztee

Auch Pfefferminz enthält Flavonoide, vor allem Eriocitrin, Luteolin und Hesperidin. Sie führt vermutlich zu einer verringerten Histaminfreisetzung und lindert Beschwerden bei einer allergischen Rhinitis wie z.B. Verstopfungen im Nasen- und Nebenhöhlenbereich. [15]


Petersilie-Tee

Petersilie hat sowohl entzündungshemmende als auch antihistaminische Eigenschaften. Studien zeigen, dass es die Histaminfreisetzungaus Mastzellen hemmt. Petersilie enthält auch Apigenin, ein Bioflavonoid, welches nachweislich die Histaminfreisetzung hemmt.

Es enthält zudem Carnosol, dem ein positiver Effekt zur Krebsvorsorge zugeschrieben wird. Durch den Gehalt an Vitamin C und Beta-Carotin trägt es außerdem zur Linderung der Symptome bei rheumatoiden Arthritis bei. Es wird auch vermutet, dass Petersilie dabei helfenkann, eine Gewichtsreduktion einfacher zu erreichen. [16]

Rooibos-Tee

Auch Rooibos enthält Flavonoide wie Quercetin, Luteolin, aber vor allem Aspalathin. Unfermentierter Rooibos hat dabei einen wesentlich höheren Gehalt an Flavonoiden - Aspalathin bspw. ist in unfermentiertem Rooibos in 50-fach höherer Konzentration vorhanden als infermentiertem Rooibos – und hat damit eine stärkere anti-oxidative Wirkung. [17]


Thymiantee

Thymian ist mehr als nur ein tolles Gewürzfür deine Gerichte. Das in ihm enthaltene Thymol ist für seine Bioaktivitätbekannt und wirkt anti-entzündlich sowie anti-oxidativ. Thymol sorgt durch verschiedene Prozesse außerdem für einen erhöhten Vitamin C Spiegel. Thymian enthält ebenfalls Flavonoide, die wie erläutert zur Senkung von Histamin undzur Stabilisierung von Mastzellen beitragen. [18,19]


Tulsi-Tee

Tulsi oder heiliges Basilikum ist bekannt für seine entzündungshemmenden Eigenschaften [20]. Viele Menschen mit Histaminintoleranz haben damit bereits sehr gute Erfahrungen gemacht.

Tulsi wird auch eine beruhigende und antidepressive Wirkung nachgesagt. Tulsi hat anti-histaminische Wirkungen, die mit den Wirkungsweisen von Antihistaminikum-Medikamenten vergleichbar sind.


Zistrosentee

Die Zistrose hat antibakterielle und antivirale Wirkungen. Die Gerbstoffe der Zistrose machen den Zistrosentee außerdem zu einem sehr guten Entgiftungsgetränk. Schwermetalle, aber auch freies Histamin können durch das Trinken des Heiltees so direkt im Darmgebunden und ausgeschieden werden.


Pro-Tipp von uns: Kurkuma

Misch deinen Tee mit Kurkuma. Neben seiner Fähigkeit, Entzündungen zu lindern und die Körperreinigung zu verbessern, kann Kurkuma auch die Aktivierung von Mastzellen hemmen. [21]

Referenzen:

[1]       MAEDA,Y., YAMAMOTO, M., MASUI, T., SUGIYAMA, K., YOKOTA, M., NAKAGOMI, K., ... & KOBAYASHI, T. (1989).Inhibitory Effect of Tea Extracts on Histamine Release from Mast Cells Studieson Anti-Allergic Activity in Tea. I. Food Hygiene and Safety Science (Shokuhin EiseigakuZasshi)30(4), 295-299_1.

[2]       Alasalvar, C., & Chang, S.K. (2020). Antioxidants, polyphenols, and health benefits of cherry laurel: a review. Journal of FoodBioactives10.

[3]       Chandrashekhar, V. M., Halagali, K. S., Nidavani, R. B.,Shalavadi, M. H., Biradar, B. S., Biswas, D., & Muchchandi, I. S. (2011). Anti-allergic activity of German chamomile (Matricaria recutita L.) in mast cell mediated allergy model. Journal of ethnopharmacology137(1), 336-340.

[4]       Zemestani, M., Rafraf, M., & Asghari-Jafarabadi, M.(2016). Chamomile tea improves glycemic indices and antioxidants status in patients with type 2 diabetes mellitus. Nutrition32(1), 66-72.

[5]       Butt, M. S., & Sultan, M. T. (2011). Ginger and its health claims: molecular aspects. Critical reviews in food science and nutrition51(5), 383-393.

[6]       McKay, D. L., Chen, C. O., Saltzman, E., & Blumberg, J.B. (2010). Hibiscus sabdariffa L. tea (tisane) lowers blood pressure in prehypertensive and mildly hypertensive adults. The Journal of nutrition140(2),298-303.

[7]       Joven, J., March, I., Espinel, E., Fernández‐Arroyo, S., Rodríguez‐Gallego, E., Aragonès, G., ... & Camps, J. (2014). Hibiscus sabdariffa extract lowers blood pressure and improves endothelial function. Molecular nutrition & food research58(6), 1374-1378.

[8]       Lin, T. L., Lin, H. H., Chen, C. C., Lin, M. C., Chou, M. C.,& Wang, C. J. (2007). Hibiscus sabdariffa extract reduces serum cholesterol in men and women. Nutrition research27(3),140-145.

[9]       Madukwe, E. U., Ezeugwu, J. O., & Eme, P. E. (2013). Nutrient composition and sensory evaluation of dry Moringa oleifera aqueous extract.

[10]     Abdull Razis, A. F., Ibrahim, M. D., & Kntayya, S. B.(2014). Health benefits of Moringa oleifera. Asian pacific journal of cancer prevention15(20),8571-8576.

[11]     Jakubczyk, K., Janda, K., Szkyrpan, S., Gutowska, I., &Wolska, J. (2015). Stinging nettle (Urtica dioica L.)–botanical characteristics, biochemical composition and health benefits. Pomeranian journal of life sciences61(2),191-198.

[12]     Roschek Jr, B., Fink, R. C., McMichael, M., & Alberte, R.S. (2009). Nettle extract (Urtica dioica) affects key receptors and enzymes associated with allergic rhinitis. PhytotherapyResearch: An International Journal Devoted to Pharmacological and Toxicological Evaluation of Natural Product Derivatives23(7), 920-926.

[13]     Said, A. A. H., Otmani, I. S.E., Derfoufi, S., & Benmoussa, A. (2015). Highlights on nutritional and therapeutic value of stinging nettle (Urtica dioica). International Journal of Pharmacy and Pharmaceutical Sciences7(10), 8-14.

[14]     Sabry, O. M. (2014). Beneficial health effects of oliveleaves extracts. Journal of Natural Sciences Research4(19),1-9.

[15]     Inoue, T., Sugimoto, Y., Masuda, H., & Kamei, C. (2001).Effects of peppermint (Mentha piperita L.) extracts on experimental allergic rhinitis in rats. Biological and Pharmaceutical Bulletin24(1),92-95.

[16]     Ajmera, P., Kalani, S., & Sharma, L. (2019).Parsley–benefits and side effects on health. International Journal of Physiology, Nutrition and Physical Education4(1),1236-1242.

[17]     Bramati, L., Aquilano, F., & Pietta, P. (2003). Unfermentedrooibos tea: quantitative characterization of flavonoids by HPLC− UV and determination of the total antioxidant activity. Journal of agricultural and food chemistry51(25),7472-7474.

[18]     Salehi, B., Mishra, A. P., Shukla, I., Sharifi‐Rad, M., Contreras, M. D. M., Segura‐Carretero, A., ... & Sharifi‐Rad, J. (2018). Thymol, thyme, and other plant sources: Health and potential uses. Phytotherapy Research32(9), 1688-1706.

[19]     Stahl-Biskup, E., & Venskutonis, R. P. (2012). Thyme.In Handbook of herbs and spices (pp. 499-525). Woodhead Publishing.

[20]     Devi, P. U. (2001). Radioprotective, anticarcinogenic andantioxidant properties of the Indian holy basil, Ocimum sanctum (Tulasi).

[21]     Kocaadam, B., & Şanlier, N. (2017). Curcumin, an active component of turmeric (Curcuma longa), and its effects on health. Critical reviews in food science and nutrition57(13), 2889-2895.

 

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